Fünfzig Jahre Forschung: vier Epochen

Kein Katalog. Eine evolutionäre Erzählung: Malerei und Fotografie als eigenständige, aber gleichwertige Arbeitsweisen – beide verwurzelt in der Logik der Binarität.

1957 – 1962

Die Herausbildung der Sprache.

Vom Raster als formaler Ordnung zur Entdeckung des Bits und des logischen Netzes als generatives Prinzip; die Farbe nicht als Form, sondern als Hervorhebung einer logischen Entscheidung, Anwesenheit – Abwesenheit.

1963 – 1979

Die Periode der binären Gewissheit

Das System wird ab den IBM-Kursen von 1963 vollständig formalisiert. Das Bit ist eine gewisse, nicht reduzierbare ästhetische Einheit. Parallel dazu: fotografische Forschung in vier Techniken unter Woodlicht.

1980 – 1999

Doppelte Ontologie, Datum–Befund.

Das Werk ist zugleich reproduzierbares System (Datum) und unwiederholbare körperliche Spur (Befund).

Die theoretische Reflexion vertieft sich: „Die Binarität und der zweidimensionale Raum" (1980), dann die gesamte Textsequenz.

1999 – 2006

Schlusssynthese, Der Tod des Bits.

Äußerste Reduktion. Das Bit als Subjekt, nicht mehr als Werkzeug. Das Schaffen schließt mit dem Einzelwerk: „Das einsame Bit. Das verlassene Bit. Einsamkeit des Bits. Der Tod des Bits." (2006).

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